Fehlerhafte Reaktionen des Immunsystems könnten bei der Entwicklung der Parkinson-Krankheit eine wichtige Rolle spielen. Wie amerikanische Mediziner jetzt herausgefunden haben, bewirkt ein krankheitstypisches Protein im Gehirn die Aktivierung von Immunzellen, wodurch möglicherweise dopaminbildende Neuronen angegriffen und zerstört werden. Noch ist nicht geklärt, ob diese Autoimmunreaktion eine der Ursachen oder eine Folge der neurodegenerativen Erkrankung ist, berichten die Forscher im Fachjournal „Nature“. Die Ergebnisse weisen auf neue Ansätze für eine Immuntherapie hin, die das Fortschreiten der Krankheit verzögern oder stoppen könnte.

„Die Idee, dass eine gestörte Immunfunktion zur Parkinson-Krankheit beiträgt, ist fast hundert Jahre alt“, sagt David Sulzer von der Columbia University in New York. Aber erst jetzt gebe es ganz konkrete Hinweise für einen solchen Zusammenhang. In geschädigten Hirnzellen von Parkinson-Patienten lagern sich fehlgefaltete Moleküle des Proteins Alpha-Synuclein ab. Bruchstücke dieses Proteins gelangen auch an die Zelloberfläche, wo sie von sogenannten MHC-Proteinkomplexen gebunden und dem Immunsystem präsentiert werden. „Wir konnten zeigen, dass zwei Fragmente des Alpha-Synucleins T-Zellen aktivieren können, die an Autoimmunreaktionen beteiligt sind“, sagt Sulzer.

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