Neue Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass es eine Verbindung zwischen der Zusammensetzung der Darmflora und Erkrankungen des Gehirns gibt. Forscher sprechen in diesem Zusammenhang von der „Darm-Hirn-Achse“. So lassen sich Wechselwirkungen zwischen der menschlichen Darmflora und neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder Alzheimer herstellen. Der Zusammenhang konnte an Studien mit Mäusen nachgewiesen werden.

Darmflora stärkt das Immunsystem

Die Darmflora ist wichtig für die Verdauung, die Abwehr von Krankheitserregern und die Stärkung des Immunsystems. Sie besteht beim Menschen aus rund 1.000 Arten von Darmbakterien. Insgesamt bringen es die schätzungsweise etwa 100 Billionen Bakterien im Darm auf ein Gewicht von bis zu zwei Kilogramm. Jeder Mensch besitzt eine eigene, individuelle Zusammensetzung der Darmflora, die vor allem durch die Ernährung und immunologische Prozesse beeinflusst wird.

Die richtige Ernährung für den Darm

Ein […] Ansatz könnte sein, die Darmflora über die Ernährung günstig zu beeinflussen:

▪ durch Präbiotika und Probiotika, zum Beispiel in Joghurt

▪ durch ballaststoffreiche Kost, die im Dickdarm zersetzt und zu organischen Säuren fermentiert wird. Vorteilhaft ist zum Beispiel der Ballaststoff Inulin, der zum Beispiel in Chicorée, Artischocken und Pastinaken reichlich enthalten ist.

▪ durch Milchsäure, etwa in Joghurt, Dickmilch, Kefir, Buttermilch, Sauerkraut, Sauerteig und Brottrunk

Dieses Thema im Programm des NDR:
Visite | 15.05.2017 | 20:15 Uhr

Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Wie-die-Darmflora-das-Gehirn-krank-macht,darm148.html