Mit dem einen Gehirn denken, mit dem anderen verdauen wir – was nach einer klaren Aufgabenverteilung klingt, ist in Wahrheit viel komplexer. Denn obwohl sie unabhängig voneinander arbeiten können, stehen Kopf- und Bauchgehirn ständig in Verbindung und kommunizieren miteinander.

Im Zentrum dieses Zwiegesprächs steht der Vagusnerv. Diese große Nervenbahn verläuft vom Magen-Darm-Trakt zur Basis des Gehirns und ermöglicht direkte „Unterhaltungen“ zwischen Bauchraum und Kopf. Über diese Kommunikationsachse können Informationen in beide Richtungen gesendet werden. Der Verdauungstrakt signalisiert dem Gehirn unter anderem, wann der Magen gefüllt und der Nährstoffbedarf gedeckt ist und ob getrunkene Flüssigkeit unseren Körper ausreichend hydratisieren kann. Umgekehrt erhalten die inneren Organe Anweisungen vom Denkorgan.

Ein einfaches Beispiel für die wechselseitige Kommunikation der beiden Nervensysteme: Haben wir verdorbene Lebensmittel gegessen, schlägt das Bauchgehirn Alarm. Es signalisiert dem Kopfgehirn, dass etwas Giftiges bei ihm angekommen ist. Auf diesen Hinweis folgt wiederum eine prompte Reaktion von oben – das Gehirn sendet dem enterischen Nervensystem Signale zum Auslösen motorischer Reflexe, die Erbrechen verursachen.

Insgesamt hat der Bauch dem Kopf allerdings mehr zu sagen als umgekehrt. Forscher wissen inzwischen, dass 90 Prozent aller Informationen von unten nach oben gefunkt werden und nur zehn Prozent in die andere Richtung.

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