Spezialisierte ParkinsonNet-Physiotherapie führt zu einer besseren Versorgung bei niedrigeren Kosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine groß angelegte Untersuchung der Krankenversicherungsgesellschaft CZ und von Radboudumc, die für drei Jahre die medizinischen Schadenmeldungen von über viertausend Menschen mit Parkinson-Krankheit untersucht haben. Die spezialisierten Physiotherapeuten benötigten weniger Behandlungssitzungen und die Patienten hatten weniger Komplikationen. Die Gesundheitskosten waren ebenfalls deutlich niedriger. Die Ergebnisse dieser neuen Forschung wurden am 13. Dezember 2017 in The Lancet Neurology veröffentlicht.

Es gibt zunehmend Hinweise darauf, dass Patienten mit Parkinson-Krankheit von alliierten Gesundheitsmaßnahmen wie Physiotherapie oder Ergotherapie profitieren. Für die optimale Behandlung von Parkinson-Patienten ist Parkinson-spezifische Expertise erforderlich. Fachleute, die im niederländischen Parkinson-Netzwerk ausgebildet wurden, verfügen über dieses Fachwissen. Frühere wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der ParkinsonNet-Ansatz zu einer besseren Versorgung bei niedrigeren Kosten führt. Über den Mehrwert dieses Ansatzes auf lange Sicht und in der täglichen Praxis war jedoch wenig bekannt. Daher begann der Krankenversicherer CZ mit der Analyse seiner medizinischen Schadensdatenbank, die 4.381 Patienten mit Daten für einen Zeitraum von 3 Jahren umfasste.

Diese Ergebnisse zeigen, dass Patienten, die von einem spezialisierten Physiotherapeuten behandelt wurden, signifikant weniger Komplikationen wie Knochenbrüche erlitten und auch seltener in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Es gab auch eine Tendenz zu einer niedrigeren Sterblichkeitsrate bei denjenigen, die die spezialisierte Behandlung erhalten hatten. Die Kosten für diese spezialisierte Physiotherapie waren ebenfalls signifikant niedriger. Im Durchschnitt forderten die Patienten fast 400 pro Jahr weniger für eine Spezialbehandlung als für eine normale Behandlung, und die jährlichen Gesamtkosten für das Gesundheitswesen (einschließlich der fachärztlichen Versorgung) waren durchschnittlich um 530 € pro Patient niedriger, da Krankenhauseinweisungen vermieden wurden. In den Niederlanden bedeutet dies eine jährliche Kosteneinsparung von über 11 Mio. EUR.

Der Forscher Jan Ypinga aus CZ ist mit den Ergebnissen zufrieden: „Dies ist das erste Mal, dass die Forschung zu diesem Thema in einer so großen, repräsentativen Patientengruppe und über mehrere Jahre hinweg durchgeführt wurde. Wir haben jetzt einen Einblick in die Auswirkungen der spezialisierten Behandlung im klinischen Alltag. Ich bin froh, dass die Patienten weniger Komplikationen erlitten haben, wie zum Beispiel eine Knochenfraktur nach einem Sturz, wenn sie eine spezialisierte Physiotherapie erhielten. Das sind wirklich gute Nachrichten für Menschen mit Parkinson-Krankheit. Und es ermöglicht Patienten und Fachleuten, sich bewusst für eine hochwertige Pflege zu entscheiden. „

Professor Bas Bloem vom Radboudumc betont vor allem die Bedeutung der fachärztlichen Versorgung für eine komplexe Erkrankung wie die Parkinson-Krankheit: „Diese Analyse von Daten zu medizinischen Ansprüchen wirft ein neues Licht auf den Mehrwert von ParkinsonNet im klinischen Alltag. Diese neuen Erkenntnisse machen deutlich, dass Menschen mit Parkinson-Krankheit es verdienen, von einem Experten mit einem tiefen Verständnis für diesen komplexen Zustand behandelt zu werden, der über die neuesten Erkenntnisse und Behandlungsmöglichkeiten auf dem neuesten Stand ist. „

Quelle: https://www.radboudumc.nl/en/news-items/2017/parkinsonpatientbetergeholpenmetgespecialiseerdefysiotherapie

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