Männer erkranken doppelt so häufig wie Frauen an Parkinson. Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass Testosteron die Anfälligkeit von Gehirnzellen, die die Bewegung steuern, für Schäden durch chemische Ungleichgewichte erhöht, was die geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Auftreten von Parkinson erklärt. 

Männer erkranken doppelt so häufig wie Frauen an der Parkinson-Krankheit, einer Störung des Nervensystems, die durch Zittern und Bewegungsstörungen gekennzeichnet ist. Neue Forschungsergebnisse zu Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen: Physiologie und Geschlecht lassen vermuten, dass der Unterschied im Risiko auf das Vorhandensein des männlichen Sexualhormons Testosteron zurückzuführen ist. 

Parkinson ist auf den Verlust von Dopamin-Neuronen zurückzuführen, Zellen in der Region des Gehirns, die die Bewegung steuern. Oxidativer Stress, ein chemisches Ungleichgewicht, das durch genetische Mutationen und die Exposition gegenüber Umweltgiften ausgelöst wird, kann Zellen schädigen und abtöten. Forscher des Health Science Center der University of North Texas haben in Dopamin-Neuronen von Ratten beobachtet, dass Testosteron den durch oxidativen Stress verursachten Schaden durch ein Protein namens Cyclooxygenase 2 (COX2) verstärkt. Das Blockieren der Wirkung von COX2 blockierte die Wirkung von Testosteron. Diese Daten deuten darauf hin, dass Testosteron die Schädigung und den Tod von Dopamin-Neuronen, die durch oxidativen Stress hervorgerufen werden, verstärken kann, was die Geschlechtsunterschiede beim Auftreten von Parkinson erklärt, schrieben die Forscher. 

Quelle:

Amerikanische Physiologische Gesellschaft (APS). „Männliches Hormon Testosteron verursacht Geschlechtsunterschiede im Parkinson-Risiko, Studie schlägt vor.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 18. November 2015. <www.sciencedaily.com/releases/2015/11/151118101922.htm>. 

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