Schlagwort-Archive: Proteine

Neue Einblicke in molekulare Prozesse bei Parkinson

α-Synuclein kommt zum einen als normaler Bestandteil in den Nervenzellen vor. Andererseits bildet er aber auch mikroskopisch kleine Ablagerungen, die sich in den Nervenzellen von Parkinson-Patienten nachweisen lassen. „Als sogenanntes intrinsisch ungeordnetes Protein nimmt es ständig verschiedene räumliche Faltungszustände, sogenannte Konformationen, ein“, erklärt Prof. Henrike Heise. Dadurch zählt es zu einer Gruppe von Eiweißbausteinen, deren Erforschung besonders herausfordernd ist. Weiterlesen

Der Schleuser in den Zellkern

Degenerative Erkrankungen des Gehirns (wie Alzheimer oder Parkinson) stellen angesichts einer alternden Bevölkerung weltweit ein wachsendes Problem dar. Wissenschaftlern des Instituts für Medizinische Genetik und Angewandte Genomik der Eberhard-Karls-Universität Tübingen ist es gelungen, bei einer speziellen erblichen Hirnerkrankung einen entscheidenden Signalweg der Krankheit zu identifizieren. Weiterlesen

Proteinfehlfaltungen – Ursache oder Nebeneffekt?

ALS, die amyotrophe Lateralsklerose, ist eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. Bei einigen Varianten der Krankheit sammeln sich falsch gefaltete Proteine im Inneren von Hirnzellen an.

Ähnliche Proteinfehlfaltungen kommen auch bei anderen neurodegenerativen Krankheiten vor, beispielsweise bei der Parkinson- oder der Huntington-Krankheit. Ob sie jedoch die Ursache oder nur eine Nebenwirkung der eigentlichen Auslöser sind, ist weiterhin eine offene wissenschaftliche Frage. Weiterlesen

Therapeutic approaches to target alpha-synuclein pathology

Starting two decades ago with the discoveries of genetic links between alpha-synuclein and Parkinson’s disease risk and the identification of aggregated alpha-synuclein as the main protein constituent of Lewy pathology, alpha-synuclein has emerged as the major therapeutic target in Parkinson’s disease and related synucleinopathies. Weiterlesen

Epigenetik – Verpackungskunst in der Zelle

Umwelteinflüsse können sich auf die Methyl-Anhänge an den Histon-Proteinen der Chromosomen auswirken. Das verändert den Verpackungsgrad der DNA – und der entscheidet darüber, ob ein bestimmtes Gen abgelesen werden kann oder nicht. Auf diese Weise kann die Umwelt die Eigenschaften eines Organismus über Generationen hinweg prägen. Thomas Jenuwein erforscht, wie die Methyl-Gruppen an die Histone geheftet werden. Weiterlesen

Chaperone – die Proteinfaltung

Proteine bestehen aus langen unverzweigten Aminosäureketten, die sich wie Wollknäuel unterschiedlich aufwickeln lassen. Ohne spezielle Helferproteine falten sich die Aminosäurefäden jedoch nicht korrekt. Deshalb sorgen sogenannte Chaperone dafür, dass die Proteine ihre richtige Form bekommen. Weiterlesen

Warum Nervenzellen sterben

Proteinverklumpungen im Zellplasma stören Transportwege

In Hirnzellen von Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen können Mediziner und Forscher unter dem Mikroskop Proteinverklumpungen sehen, die auch Aggregate genannt werden. Dass diese Aggregate zum Tod der Nervenzellen und zu den Krankheiten wie der Parkinson-, der Alzheimer-, der Huntington-Krankheit oder der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) massiv beitragen, wird seit vielen Jahren vermutet. Weiterlesen