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Wie alpha-Synuclein Nervenzellen im Gedächtnis schädigt

 

Wissenschaftler sind näher daran zu verstehen, wie toxische Alpha-Synuclein (α-syn) -Aggregate die Nervenzellen beeinflussen, die am Gedächtnis beteiligt sind, was auf neue therapeutische Strategien hinweisen könnte, um die Entwicklung kognitiver Dysfunktionen bei Parkinson- und Lewy-Körper-Demenzen zu verhindern. Weiterlesen

Neue Einblicke in molekulare Prozesse

Parkinson – Das Protein Alpha-Synuclein ist schwer zu fassen. Das Molekül, das eine zentrale Rolle bei der Parkinsonerkrankung spielt, wechselt seine Gestalt mehrere Tausend Mal pro Sekunde. Durch einen Trick ist es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Forschungszentrums Jülich (FZJ) nun gelungen, die molekularen Eigenschaften des flatterhaften Proteins detailliert in Aktion zu entschlüsseln. Sie hatten das Molekül zunächst mit einer neuen Technik in seiner natürlichen wässrigen Umgebung schockgefroren und anschließend mittels Kernspinresonanzspektroskopie sichtbar gemacht. Weiterlesen

Hautbiopsie unterstützt frühe Diagnose

Risikopatienten mit REM-Schlaf-Verhaltensstörung weisen in der Haut den Biomarker Alpha-Synuclein auf, und zwar Jahre bevor die Betroffenen sichtbar an Parkinson erkranken.

Der Nachweis von Aggregaten des phosphorylierten Eiweißes a-Synuclein im Gehirn gilt als Goldstandard der postmortalen, neuropathologischen Diagnose der Parkinson-Krankheit (PK). Neurologen aus Marburg und Würzburg haben nun nachgewiesen (1), dass a-Synuclein in den peripheren Nerven der Haut von Patienten vorliegt, die an einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung („REM sleep behaviour disorder“, RBD) leiden. Sie bestimmten außerdem mit einer nuklearmedizinischen Untersuchung (FP-CIT-SPECT) die Dichte der präsynaptischen Dopamintransporter, führten olfaktorische Funktionstests durch und kalkulierten den Wahrscheinlichkeitsquotienten für prodromale Parkinson-Symptome. Die Arbeit gilt als Meilenstein in der Parkinson-Diagnostik und der Arzneimittelforschung. Weiterlesen

A New Piece of the Parkinson’s Puzzle

Here’s some more news on the Parkinson’s front, with a possible risk factor (and possible protective agent) both coming from an unexpected direction. It’s been known for quite a while now that the alpha-synuclein protein is deeply involved in the pathology of the disease – precipitated masses of it are found apparently killing off cells in the affected region of the brain (it’s the main constituent of Lewy bodies), and people with higher copy numbers of the gene for it are at greater risk for developing the disease in the first place. Weiterlesen

Toxic agents behind Parkinson’s disease seen at work for the first time

Researchers get their first look at how the toxic protein clusters associated with Parkinson’s disease disrupt the membranes of healthy brain cells. In new research, scientists have characterised the key agents involved in spreading Parkinson’s disease in the brain, and established how they ‘drill’ into the walls of healthy brain cells (neurons). Weiterlesen

DNAJC13 mutation aggravates alpha-synuclein-induced neurotoxicity

Mutations in DNAJC13 gene have been linked to familial form of Parkinson’s disease (PD) with Lewy pathology. DNAJC13 is an endosome-related protein and believed to regulate endosomal membrane trafficking. However, the mechanistic link between DNAJC13 mutation and α-synuclein (αSYN) pathology toward neurodegeneration remains poorly understood. Weiterlesen

Therapeutic approaches to target alpha-synuclein pathology

Starting two decades ago with the discoveries of genetic links between alpha-synuclein and Parkinson’s disease risk and the identification of aggregated alpha-synuclein as the main protein constituent of Lewy pathology, alpha-synuclein has emerged as the major therapeutic target in Parkinson’s disease and related synucleinopathies. Weiterlesen

Alpha-Synuclein reist vom Hirn zum Magen

Bonn – Das Protein Alpha-Synuclein, dessen Ablagerung in den Lewy-Körperchen als Ursache des Morbus Parkinson diskutiert wird, kann über den Nervus vagus vom Gehirn aus in den Magen gelangen. Dies zeigen tierexperimentelle Studien in Acta Neuropathologica (2016; doi: 10.1007/s00401-016-1661-y), die ein neues Schlaglicht auf die Pathogenese der degenerativen Hirnerkrankung werfen.

Alpha-Synuclein ist ein normaler Bestandteil von Nervenzellen. Es kommt vor allem in den Synapsen vor, wo es an der Ausschüttung von Neurotransmittern beteiligt sein soll. Alpha-Synuclein ist auch der Hauptbestandteil der Lewy-Körperchen. Diese Ablagerungen treten beim Morbus Parkinson, der Lewy-Körperchen-Demenz und anderen neurodegenerativen Erkrankungen auf, die deshalb auch als „Synucleinopathien“ bezeichnet werden. Nach einer derzeit von einigen Hirnforschern favorisierten Hypothese sind die Ablagerungen von Alpha-Synuclein in den Lewy-Körperchen für das Absterben der Hirnzellen verantwortlich und damit die Ursache der neurodegenerativen Erkrankungen.

Vor diesem Hintergrund hat der Nachweis von Alpha-Synuclein außerhalb des Gehirns für Aufsehen gesorgt. Insbesondere die Ablagerungen im Magen-Darm-Trakt haben die Fantasie der Hirnforscher beflügelt. Einige meinen sogar, dass Alpha-Synuclein mit der Nahrung in den Darm und von dort ins Gehirn gelangt. Der Morbus Parkinson könnte dann wie die Bovine spongiforme Enzephalopathie oder die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit eine Prionen-Erkrankung sein. Diese Hypothese ist allerdings nicht belegt, und sie wird durch die Ergebnisse, die ein Team um Donato Di Monte vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn jetzt vorstellt, weiter infrage gestellt.

Die Forscher können zeigen, dass Alpha-Synuclein, das mittels maßgeschneiderter Viren in Nervenzellen des Mittelhirns von Ratten angelagert wurde, nach einiger Zeit in der Magenwand nachweisbar ist. Die Forscher konnten den Weg, den das Protein dabei zurücklegte, im Einzelnen nachzeichnen. Das Protein gelangte vom Mittelhirn zunächst zur Medulla oblongata, dem untersten Bereich des Hirnstamms.

Die Medulla oblongata ist der Ursprungs- und Zielort des Nervus vagus, der unter anderem den Magen-Darm-Trakt parasympathisch versorgt. Tatsächlich waren die Proteine nach einiger Zeit im Nervus vagus nachweisbar und zwar ausschließlich in den efferenten Fasern, die Signale vom Gehirn in die Peripherie leiten.

Das Alpha-Synuclein folgte diesen Nervenleitungen und erreichte nach etwa sechs Monaten die Magenwand. Auf diesem Weg passierte es mehrmals die Synapsen von Nervenzellen. Welche physiologische Funktion diese Wanderung durch das Nerven­system hat, wissen die Forscher nicht.

Di Monte betont zudem, dass seine Ergebnisse die Infektionshypothese nicht ausschließen. Es bleibe möglich, dass Erkrankungen, die mit Alpha-Synuclein assoziiert sind, im Verdauungssystem entstehen. Der Nachweis von Alpha-Synuclein allein im Darm belege diese Hypothese jedoch nicht, da das Protein auch in der Lage sei, den Weg in der anderen Richtung zurückzulegen. © rme/aerzteblatt.de

Quelle: www.aerzteblatt.de/nachrichten/72363/%E2%80%8Bhttps://www.dzne.de/ueber-uns/presse/meldungen/2017/pressemitteilung-nr-1.html