Viele Parkinson-Patienten leiden unter dem Krankheitssymptom, dass ihre Beine am Boden festzukleben scheinen. Forscher der Universität Twente und der Medizinischen Fakultät der Radboud-Universität Nimwegen haben eine Methode entwickelt, die Abhilfe schaffen kann. Sie entwickelten einen Schuh mit einem Laser, der im Schritt-Rhythmus eine Linie auf den Boden vor die Schuhträger projiziert. Die Studien ergaben, dass einem großen Teil der Patienten das Laufen dadurch wesentlich leichter fällt.

Einfaches Prinzip: Der auf dem linken Schuh angebrachte Laserpointer projiziert eine Linie vor den rechten Fuß, sobald die linke Hacke den Boden berührt. Der Patient geht darauf zu, was den Laser des rechten Schuhs aktiviert und so fort.

In der angesehenen amerikanischen Fachzeitschrift Neurology wurden die Ergebnisse jetzt publiziert, schreibt die Uni Twente in einem Pressebericht.

Bewegungsstarre tritt bei Parkinson-Patienten im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung häufig auf. Das Gefühl des „Festklebens“ kann Sekunden dauern oder aber auch Minuten. Verursacht wird es oft durch Stress, der durch ein unbekannte Umgebung ausgelöst wird. Auch falsche Medikation oder nachlassende Wirkung der Medikamente sind oft Auslöser des Phänomens: Die Füße bleiben „kleben“, der Rest des Körpers will jedoch weiter. Dadurch kommt es oft zu Stürzen.

Derartigen Laufproblemen kann man abhelfen, indem sich die Patienten auf Objekte oder Muster auf dem Boden konzentrieren. So wurde schon vor langer Zeit festgestellt, dass zum Beispiel Schachbrettmuster auf dem Boden oder Zebrastreifen den Parkinson-Patienten beim Gehen helfen. Es werden offenbar bestimmte Areale im Gehirn aktiviert, die es dem Patienten ermöglichen, weiterzulaufen.

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