Die entzündliche Darmkrankheit Morbus Crohn und die degenerative Hirnerkrankung Morbus Parkinson haben eine gemeinsame genetische Wurzel. Untersuchungen in Science Translational Medicine (2018; 10: eaai7795) zeigen, dass Varianten im Gen LRRK2 die Häufigkeit beider Erkrankungen beeinflussen.

Aschkenasim, die Nachfahren osteuropäischer Juden, haben ein erhöhtes Risiko, an Morbus Crohn zu erkranken. Um die Ursachen für diese Häufung zu ermitteln, haben Forscher der Icahn School of Medicine in New York das Erbgut von Aschkenasim analysiert. Zunächst wurde bei 50 Aschkenasim, die an Morbus Crohn litten, das Exom sequenziert. Das ist die Gesamtheit aller proteincodierenden Gene.


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Die Analyse führte zur Entdeckung zahlreicher Mutationen. Um herauszufinden, ob diese Mutationen die Pathogenese beeinflussen, wurden 4.277 Mutationen zu einem Gentest zusammen­gefasst. Dieser Test wurde dann bei 2.066 Aschkenasim mit Morbus Crohn und und bei 3.633 Aschkenasim ohne Morbus Crohn durchgeführt. Dabei stieß das Team um Inga Peter auf Varianten im Gen LRRK2.

Den ganzen Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt finden Sie hier > https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/87517/Gen-beeinflusst-Risiko-auf-Morbus-Crohn-und-Morbus-Parkinson

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