Charlottesville – Die skalpellfreie Thalamotomie mittels hochintensivem fokussierten Ultraschall unter MRT-Kontrolle, die in den USA bereits zur Behandlung des essentiellen Tremors zugelassen ist, hat in einer Pilotstudie in JAMA Neurology (2017; doi: 10.1001/jamaneurol.2017.3098) den Tremor von Patienten mit Morbus Parkinson signifikant vermindert.

Die Absorption von Ultraschall führt im Gewebe zu einer Erwärmung. Bei der normalen Sonographie ist der Effekt minimal. Wenn die Strahlen jedoch in hoher Intensität wie in einem Brennspiegel auf einen Punkt fokussiert werden, können Temperaturen erreicht werden, die Proteine denaturieren und menschliche Zellen zerstören.

Die Kombination dieses hochintensiven fokussierten Ultraschalls mit einer Magnet­resonanz­tomo­graphie-Bildgebung („magnetic Resonance imaging-guided High Intensity Focused Ultrasound“, MRgFUS) ermöglicht stereotaktische Eingriffe. Das Verfahren wird bereits in der Urologie zur Behandlung des Prostatakarzinoms und in der Gynäkologie zur Behandlung von Uterusmyomen eingesetzt.

Den ganzen Artikel aus dem Ärzteblatt vom Donnerstag, 2. November 2017 finden Sie hier: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83226/Fokussierter-Ultraschall-Skalpellfreie-Thalamotomie-lindert-Tremor-bei-Parkinson