Dividenden statt Arznei

Es ist eine Nachricht, die für Betroffene nur schwer zu verdauen ist: Der US-Pharmariese Pfizer stellt sein Programm zur Entwicklung neuer Mittel gegen Alzheimer und Parkinson ein. Wie das Unternehmen mit Sitz in New York Anfang Januar mitteilte, wolle man sich bei der Forschung neu aufstellen und Geld dort ausgeben, wo die Aussichten auf Erfolg und die Erfahrung am größten sind. Das Geld soll etwa in die Entwicklung von Krebsmedikamenten fließen. Rund 300 Wissenschaftler, die an Medikamenten gegen Alzheimer und Parkinson forschen, würden entlassen.

Die Entscheidung ist ein schwerer Rückschlag im Kampf gegen die heimtückische Krankheit. Denn Pfizer ist nicht irgendwer. Pfizer ist das größte Pharmaunternehmen der Welt, ein Konzern, der jährlich rund sieben Milliarden US-Dollar in die Forschung nach neuen Arzneimitteln investiert. Alzheimerexperten kritisieren denn auch umgehend Pfizers Rückzug aus der Forschung nach neuen Wirkstoffen zur Behandlung der Krankheit. „Das ist eine höchst enttäuschende Mitteilung, denn damit verlässt eine der größten forschenden Pharmafirmen einen besonders wichtigen Bereich der Hirnforschung“, sagte die Vorsitzende der Hirnliga, Isabella Heuser.

Den ganzen Artikel aus der Schwäbischen Zeitung finden Sie hier:
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