Ein Forscherteam am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden hat entdeckt, dass die Gen-Produkte D-Laktat und Glykolsäure positive Effekte auf angegriffene Zellen haben. Genau das ist das Problem bei der Krankheit Parkinson: Nervenzellen sterben ab, wenn ihre Kraftwerke, die Mitochondrien, nicht mehr richtig funktionieren. Diesen Prozess können die beiden Stoffe aufhalten und ihm sogar vorbeugend entgegenwirken.

Prof. Anthony Hyman und Prof. Teymuras Kurzchalia haben sich in ihrer Karriere bisher nicht mit dem Thema Parkinson beschäftigt, sondern mit vollkommen anderen Forschungsfragen: Hyman möchte den Vorgang der Zellteilung besser verstehen und schaut sich an, wie Zellen dazu ihr Inneres dynamisch organisieren, um ihre Form zu verändern oder aber auch zu halten. Kurzchalia wiederum will das Rätsel lösen, wie es manchen Organismen möglich ist, ihren Stoffwechsel so umzustellen, dass sie ohne Wasser überleben können. Beide machten bei ihren Arbeiten eine ungeplante Entdeckung: Sie stolperten regelrecht über die Effekte von Milchsäure und Glycolsäure. Diese Stoffe können das Absterben von Nervenzellen bremsen und sogar verhindern – eine mögliche neue Therapie gegen Parkinson? Das Beispiel zeigt, wie schnell Erkenntnisse der Grundlagenforschung das Potenzial zu einem neuen Therapieansatz in sich tragen können.

Die ganze Geschichte lesen Sie auf der Website des Max-Planck-Institut fur molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG): https://parkinson.mpi-cbg.de/

Originalveröffentlichung:
Yusuke Toyoda, Cihan Erkut, Francisco Pan-Montojo, Sebastian Boland, Martin P. Stewart, Daniel J. Müller, Wolfgang Wurst, Anthony Hyman und Teymuras V. Kurzchalia: Products of the Parkinson’s disease-related glyxolase DJ-1, D-lactate and glycolate, support mitochondrial membrane potential and neuronal survival Biology Open, 25 July 2014 doi: 10.1242/bio.20149399