Studiendaten zeigen, dass sich die Off-Zeiten reduzieren, wenn die Carbidopadosis bei gleichzeitigem Einsatz von COMT-Hemmern gesteigert wird.

In der Therapie von Parkinson wird Levodopa eingesetzt, um den bestehenden Dopaminmangel auszugleichen. Damit Levodopa ins zentrale Nervensystem gelangen kann und nicht zuvor im Körper abgebaut wird, erfolgt die Gabe zusammen mit einem Hemmer der Dopa-Decarboxylase (Carbidopa oder Benserazid). Das Standardverhältnis in der Therapie von Levodopa zu Carbidopa liegt bei 4:1.
Die Einführung der COMT (Catechyl-O-Methyltransferase)-Hemmer Entacapon, Tolcapon und Opicapon führte zu einem wesentlichen Fortschritt in der Behandlung des Wearing-off-Phänomens. Ob der Einsatz von COMT-Inhibitoren und Hemmern der Dopa-Decarboxylase zu Wechselwirkungen führt, das untersuchte eine aktuelle Studie.

Forscher um Professor Claudia Trenkwalder von der Universität Göttingen stellten die Hypothese auf, dass die Hinzunahme eines COMT-Inhibitors die Balance zwischen Dopa-Decarboxylase und COMT verändern könnte [1]. Durch die Inhibition der COMT kommt es zu einer verminderten Methylierung von Levodopa. Somit müsste der Abbau über die Dopa-Decarboxylase vermehrt beansprucht werden. Dadurch, so vermuteten die Forscher, könnte die Dosierung von Levodopa und Carbidopa im Standardverhältnis insuffizient sein und die Hemmung der Dopa-Decarboxylase nur unzureichend.

Die Neurologen prüften ihre Hypothese in einer randomisierten doppelblinden Cross-over-Studie an mehreren Zentren bei Parkinsonpatienten mit ausgeprägten motorischen Fluktuationen.

Den vollständigen Artikel von Dr. Melanie Klingler finden Sie hier: https://www.gelbe-liste.de/neurologie/parkinson-carbidopa-comt-hemmer

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