Archiv für den Monat: Februar 2018

Sturzpräventionstagung in Stuttgart

Die Bundesinitiative Sturzprävention lädt vom 20. – 21. April 2018 zur Tagung in Stuttgart ein. Die – an Therapeut*innen gerichtete – Tagung gibt einen Überblick über die Ansätze der Sturzprävention mittels Vorträgen und bietet über Workshops die genauere Beschäftigung zu den einzelnen Methoden an. Das Programm und die Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.trittsicher.org  Weiterlesen

„Was tun bei Parkinson?“

In der 2017 aktualisierten Neuauflage vom Deutschen Verband der Ergotherapeuten e.V. herausgegebenen Broschüre „Was tun bei Parkinson?“ haben Sabine George, Katharina Pichler, Edith Wagner-Sonntag, Frauke Schroeteler, Kerstin Ziegler und Prof. Dr. Andres Ceballos-Baumann […] ihre Erfahrung in der Arbeit nicht nur mit Betroffenen, sondern auch mit deren Angehörigen zusammengefasst.  Weiterlesen

Münchner Anti-Freezing-Training

Der Wille ist da, aber der Körper macht nicht mit. Die Schritte werden klein, schlurfend, trippelnd oder finden gar nicht mehr statt – ein Vorankommen ist nicht möglich. Auch wenn die U-Bahn oder der Bus schon wartend vor einem stehen, man kann ihnen nur noch hinterher winken, weil der Körper das Einsteigen versagt. In dieser Situation befinden sich Parkinson-Patienten während einer sogenannten „Freezing-Episode“. Das „Münchner Anti-Freezing-Training“ (MAFT) der Schön Klinik München Schwabing hilft, ein solches Freezing zu überwinden oder von vornherein zu vermeiden. Weiterlesen

Wie Freezing of Gait (FOG) vermindern?

Aus der Einleitung der Bachelorarbeit von Fabienne Graf am Institut für Physiotherapie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften:

Welche physiotherapeutischen Hilfsmittel sind vorhanden, um bei einem Parkinsonpatienten das Freezing of Gait (FOG) in der On-Phase zu vermindern?

Das „Freezing Of Gait“ (im Folgenden „FOG“ abgekürzt) tritt bei etwa 30 Prozent der Patienten mit einem idiopathischen Parkinsonsyndrom auf (Ceballos-Baumann & Conrad, 2005). Weiterlesen

Kegeln beim TSV 07 auf der Waldau

Künftig – erstmals am Samstag, dem 24. Februar 2018 – treffen wir uns jeweils am letzten Samstag eines Monats um 15:00 Uhr in der Vereinsgaststätte des TSV 07 auf der Waldau, Guts-Muths-Weg 12, 70597 Stuttgart zum Kegeln.  Jedermann/jede Frau ist herzlich willkommen, wir werden das Kegeln ganz entspannt angehen, ohne Leistungsdruck, kein faux pas, wenn eine Kugel daneben geht. Weiterlesen

10 weniger bekannte Symptome der Parkinson-Krankheit

  1. Schlafprobleme. Verschiedene Schlafprobleme können der Parkinson-Krankheit zugeordnet werden, wie z. B. Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit während des Tages und REM-Schlaf-Verhaltensstörungen.
  2. Depressionen und Angststörungen. Zwar kann der Erhalt der schwerwiegenden Diagnose durchaus depressive Verstimmungen auslösen, doch gehören Depressionen auch zu den Symptomen der Parkinson-Krankheit.
  3. Stimmvolumen. Parkinson kann bewirken, dass das Stimmvolumen geringer und die Sprache undeutlicher wird. Diese Probleme treten bei der Koordinierung des Atems auf. Zudem ist es schwierig, immer im selben Tempo zu sprechen, worunter die Verständlichkeit leidet. Menschen, die singen, erfahren oft, dass ihre Musikalität von der Parkinson-Krankheit angegriffen ist. Ein Behandlungsplan mit einem Logopäden kann helfen.
  4. Verlust des Geruchssinns. Die Mehrheit der Parkinson-Patienten leiden am Verlust des Geruchssinnes. Dieses Symptom zählt oft zu den ersten Krankheitsmerkmalen.
  5. Kognitive Probleme. Einige Parkinson-Patienten leiden unter Gedächtnisverlust, Schwierigkeiten mit Multitasking oder Konzentrationsproblemen. Diese Symptome unterscheiden sich jedoch vom Symptom Parkinson-Demenz.
  6. Parkinson-Patienten leiden oft an orthostatischer Hypotension, einem plötzlichen Blutdruckabfall beim Stehen. Dies tritt auf, wenn der Patient von einer sitzenden oder liegenden Position in eine aufrechte Position wechselt oder zu lange aufrecht steht. Die Symptome eines Blutdruckabfalls sind Schwindel, extremes Schwächegefühl und Sehstörungen (z. B. ‚schwarzer Schleier‘ vor den Augen). Normalerweise regelt das vegetative Nervensystem den arteriellen Blutdruck, auch bei einer Haltungsänderung. Bei Parkinson-Patienten geschieht das jedoch nicht mehr automatisch, weil die Krankheit das vegetative Nervensystem angreift.
  7. Dystonie. Dystonie ist eine Bewegungsstörung. Die Koordination unserer Bewegungen im Gehirn ist bei Dystonie-Patienten gestört, wodurch unfreiwillige, unkontrollierbare Muskelkontraktionen und Verkrampfungen auftreten. Parkinson-Patienten erfahren Gangstörungen und zunehmend auch feinmotorische Störungen an Händen und Armen.
  8. Parkinson-Maskengesicht. Das Sprechen und Schlucken kann schwieriger werden, der Patient kann leiser und monotoner sprechen. Die Gesichts- und Halsmuskulatur wird schwächer und verliert an Beweglichkeit. In ausgeprägten Fällen spricht man dann vom sogenannten „Parkinson-Maskengesicht“.
  9. Teilnahmslosigkeit. Viele Parkinson-Patienten leiden an Apathie (Teilnahmslosigkeit). Dies führt zu einer verminderten Lebensqualität für Patienten und Angehörige. Die Forschung versucht der Ursache auf den Grund zu gehen.
  10. Nebenwirkungen von Medikamenten. Nebenwirkungen sind zwar keine Krankheitssymptome, können aber sehr unangenehm sein. Die Einnahme des Medikaments Levodopa kann Tics auslösen und Dopamin-Antagonisten können impulsives Verhalten verursachen.

Weiterlesen

Gebeugt, nicht gebrochen

„Ich schau mal nach, ob sie noch da ist“, sagt Aren Hilb* und schlurft zum Badezimmer. Tür auf, Licht an, Tür zu, ein breites Lächeln: „Nein, sie ist verschwunden.“ Seit Hilb das Medikament Levodopa gegen seinen Parkinson bekommt, sieht er manchmal Dinge, die nicht da sind. Zum Beispiel das Mädchen im Bad. „Die ist nett, sie stört mich nicht.“ Hilbs rechte Hand zittert. Wenn er sitzt, klatscht sie rhythmisch auf den Oberschenkel. Sein Gang: ein wenig gebeugt, sein rechtes Bein steif. „Manchmal will ich das Bein bewegen, aber nichts passiert“, sagt Hilb. „Es ist, als würde das Gehirn Signale senden, die nicht beim Bein ankommen.“ Weiterlesen