Archiv für den Monat: November 2017

Charity Party gegen Parkinson

Düsseldorf, 7. Nov. 2017. Fast 25.000 Mitglieder hat die Deutsche Parkinson Vereinigung (dPV), und nach Einschätzung von Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Mehrhoff sind hierzulande gut 400.000 Menschen von dieser „Krankheit mit dem Zittern und dem diffusen Krankheitsbild“ betroffen. Um Parkinson mehr ins Blickfeld zu rücken, luden er und engagierte Mitstreiter gestern Abend zum vierten Mal zu einer kleinen Gala. Weiterlesen

Ein kleiner elektronischer Helfer für Parkinson-Patienten

Pere lebt in Barcelona. Bei ihm wurde vor 16 Jahren Parkinson diagnostiziert. Er verlor die Kontrolle über seinen Körper: “Früher spielte ich Akkordeon. Ich wollte die Knöpfe mit der linken Hand drücken, aber dann konnte ich meine Finger nicht richtig bewegen und dem Rythmus nicht folgen. Stattdessen konnte ich es nur greifen. Ich schaffte es nicht.”

Pere nimmt an einem europäischen Forschungsprojekt teil. Es geht darum den Patienten dabei zu helfen, besser mit der Krankheit zurechtzukommen. Ein Sensor registriert Bewegungen und identifiziert Symptome. Wenn der Patient sich unkoordiniert bewegt, dann hört er einen Takt, der ihm hilft, Schritt zu halten. Die Daten werden auch den Ärzten gesendet. Sie können die Entwicklung der Krankheit so besser nachvollziehen und die Medikamente anpassen. Weiterlesen

Cannabis und Parkinson

Regelmäßig erscheinen Videos, in denen Parkinson-Patienten mit paar Zügen von einem Joint ihre Symptome lindern. Das typische Zittern hört praktisch sofort auf. Gepostet und geteilt werden diese Filme von Patienten und Cannabis-Aktivisten. Aber sind das wirklich stichhaltige Argumente für regelmäßigen Einsatz von Cannabis gegen Parkinson? Weiterlesen

Störsignal könnte Freezing bei Parkinsonpatienten verursachen

Düsseldorf/Aarhus/Konstanz – Ein Störsignal in der Gehirnaktivität von Parkinson­patienten könnte für das Freezing mitverantwortlich sein. Das berichten Düsseldorfer Neurowissenschaftler zusammen mit Forschern der Universitäten Konstanz und Aarhus im Fachmagazin Annals of Neurology (2017; doi: 10.1002/ana.25047). Weiterlesen

Fokussierter Ultraschall: Skalpellfreie Thalamotomie lindert Tremor bei Parkinson

Charlottesville – Die skalpellfreie Thalamotomie mittels hochintensivem fokussierten Ultraschall unter MRT-Kontrolle, die in den USA bereits zur Behandlung des essentiellen Tremors zugelassen ist, hat in einer Pilotstudie in JAMA Neurology (2017; doi: 10.1001/jamaneurol.2017.3098) den Tremor von Patienten mit Morbus Parkinson signifikant vermindert.

Die Absorption von Ultraschall führt im Gewebe zu einer Erwärmung. Bei der normalen Sonographie ist der Effekt minimal. Wenn die Strahlen jedoch in hoher Intensität wie in einem Brennspiegel auf einen Punkt fokussiert werden, können Temperaturen erreicht werden, die Proteine denaturieren und menschliche Zellen zerstören.

Die Kombination dieses hochintensiven fokussierten Ultraschalls mit einer Magnet­resonanz­tomo­graphie-Bildgebung („magnetic Resonance imaging-guided High Intensity Focused Ultrasound“, MRgFUS) ermöglicht stereotaktische Eingriffe. Das Verfahren wird bereits in der Urologie zur Behandlung des Prostatakarzinoms und in der Gynäkologie zur Behandlung von Uterusmyomen eingesetzt.

Den ganzen Artikel aus dem Ärzteblatt vom Donnerstag, 2. November 2017 finden Sie hier: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83226/Fokussierter-Ultraschall-Skalpellfreie-Thalamotomie-lindert-Tremor-bei-Parkinson